Susanne Grebe
– zertifizierte Hundeernährungs- und Gesundheitsberaterin mit Zusatzausbildung in Katzenernährung


Verhängnisvoll war das allerdings für meine eigenen Tiere. In den ersten drei, vier Jahren starben leider viele, meistens wegen nichts, einfach nur weil die Tierärzte nicht wussten, wie man ein Kaninchen oder einen Hamster behandelt, selbst die sogenannten Spezialisten nicht.
Selbst ist die Frau, hab ich mir gedacht, und mich zu einem Fernstudium in Anatomie und Pathologie für Tierheilberufe entschlossen, nebenberuflich ein Praktikum in einer Tierklinik begonnen, verschiedene Seminare und Lehrgänge in Tiernaturheilkunde, Homöopathie, Haltung und Tierernährung belegt; allerdings erst einmal nur mit dem Ziel, evtl. meinen eigenen Vierbeinern doch mal selbst helfen zu können.
In den hiesigen Tierkliniken werden leider häufig Tiere abgegeben, einfach nicht mehr abgeholt oder auch mal in der Mülltonne „entsorgt.“ Tiere, die keiner mehr will, weil sie krank, lästig oder doch zu zeitaufwändig sind. Tiere, mit denen man in den Tierkliniken dann herum experimentieren darf.

Es hat mich sehr berührt zu sehen, wie diese Tiere aufgeblüht sind und wie dankbar sie waren. Und ich fand es faszinierend, wieviel man schon alleine durch eine gesunde Ernährung bewirken kann. Daher bin ich diesen Weg weitergegangen.
Zum Glück bin ich dabei auf Heidis Ausbildung zur Hundeernährungs- und Gesundheitsberaterin gestoßen. Was für eine tolle Ausbildung. Ich habe noch die Zusatzausbildung in Katzenernährung bei Heidi gemacht und befinde mich zur Zeit in der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin.
Inzwischen habe ich mich selbstständig gemacht, erst einmal nebenberuflich.
Mein Beratungsangebot beinhaltet zur Zeit u.a.
- Ernährungs- und Gesundheitsberatung für Hunde und Katzen mit Schwerpunkt Organerkrankungen
- Haltung, Ernährung, Krankheiten und mögliche Behandlungsmethoden von Kaninchen und Nagetieren
- sowie Therapien mit Heilpilzen für Tiere
Meine Beratungen biete ich in vier Sprachen an. Vielen Ausländern, die hier leben, fällt es schwer, all die spanischen tierärztlichen Fachbegriffe zu verstehen, selbst wenn sie spanisch sprechen, und sie sind daher oft verunsichert. Daher biete ich zusätzlich an, bei Gesprächen zwischen Tierarzt und ausländischen Tierbesitzern zu dolmetschen, und ich helfe bei Übersetzungen tierärztlicher Berichte, Blutanalysen etc. Das finde ich auch ziemlich spannend, denn man lernt dabei sehr viel.
Ich bin erst am Anfang, und es ist sicherlich noch ein weiter Weg, aber ich freue mich auf die Herausforderung. Und darauf, im Rahmen meiner Arbeit mit Tieren auch an dem ein oder anderen Tierschutzprojekt aktiv teilnehmen zu können.
Ich hab mal irgendwo diesen tollen Satz gelesen:
„ Einen Hund zu retten, verändert nicht die Welt, aber es verändert die Welt dieses Hundes“. Das gilt sicherlich für jedes gerettete Tier.
Susanne Grebe
