Hunde-Senioren richtig ernähren – Tipps für ältere Hunde

Hunde Senioren richtig ernähren

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse deines Hundes. Der Stoffwechsel arbeitet langsamer, die Verdauung wird empfindlicher und auch Organe sowie Sinnesleistungen können nachlassen. Eine angepasste Ernährung trägt jetzt entscheidend dazu bei, Lebensqualität, Vitalität und Wohlbefinden möglichst lange zu erhalten.

In der täglichen Praxis beobachte ich immer wieder, wie positiv sich eine individuell abgestimmte Fütterung auf ältere Hunde auswirken kann.

Oft lassen sich Beschwerden lindern oder sogar vermeiden, wenn die Ernährung rechtzeitig angepasst wird und der Hund durch geeignete Zusätze unterstützt wird.

Wann gilt ein Hund als Senior?

Ab wann ein Hund als Senior gilt, hängt vor allem von seiner Größe und Rasse ab. Große Hunde altern meist früher als kleine. Während ein großer Hund bereits mit etwa sieben Jahren zu den Senioren zählen kann, beginnt dieser Lebensabschnitt bei kleinen Hunderassen häufig erst mit neun oder zehn Jahren.

Wenn dein Tier in sein letztes Lebensdrittel gekommen ist, zählt er zu den Senioren.

Dann ist die Zeit gekommen, durch ein geriatrisches Blutbild den Gesundheitszustand des Hundes festzustellen und die Ration von einem Hundeernährungsberater überprüfen und für einen Senior anpassen zu lassen.

Warum sich der Nährstoffbedarf im Alter verändert

Mit den Jahren verändern sich zahlreiche Körperfunktionen. Die Verdauung arbeitet oft langsamer, Muskeln werden leichter abgebaut und der Energiebedarf sinkt. Gleichzeitig steigt bei vielen älteren Hunden der Bedarf an bestimmten Nährstoffen, um den Organismus optimal zu unterstützen. Typische altersbedingte Veränderungen sind:
  • empfindlichere Verdauung
  • nachlassende Organfunktionen
  • geringere Muskelmasse
  • verändertes Hungergefühl
  • Gewichtszu- oder -abnahme
  • häufiger auftretende Unverträglichkeiten oder Entzündungen

Gerade deshalb sollte die Ernährung regelmäßig überprüft und an die aktuelle Lebensphase angepasst werden.
Hunde Senioren richtig ernähren

Genau wie die Sinnesorgane können auch die inneren Organe in ihrer Funktion nachlassen und es kann zu vielen unangenehmen Symptomen kommen (Durchfall, Verstopfung, Übergewicht, Untergewicht, Entzündungen, Unverträglichkeiten etc.)

Hunde Senioren richtig ernähren

So wird das Futter für Senioren leichter verdaulich

Das Verdauungssystem älterer Hunde profitiert von leicht verdaulichen Zutaten und einer schonenden Fütterung. Oft sind bereits kleine Veränderungen ausreichend, damit das Futter besser verwertet wird. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt:
  • mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen Portion
  • Nassfutter oder selbst zubereitete Rationen sind häufig leichter verdaulich als Trockenfutter
  • hochwertiges Muskel- und Organfleisch ist meist besser bekömmlich als stark bindegewebshaltige Schlachtnebenprodukte wie Pansen, Lunge, Euter oder Schlund
  • gegartes Futter wird von vielen Senioren besser vertragen als rohe Nahrung
  • größere Fleischstücke können teilweise besser verdaut werden als fein gewolftes Fleisch

Welche Fütterungsform im Einzelfall sinnvoll ist, hängt jedoch immer vom Gesundheitszustand des Hundes und möglichen Vorerkrankungen ab.

Wenn Geruch und Geschmack nachlassen

Viele ältere Hunde nehmen Gerüche nicht mehr so intensiv wahr wie in jungen Jahren. Da der Geruchssinn maßgeblich den Appetit beeinflusst, kann dies dazu führen, dass das Futter weniger attraktiv erscheint.

Ein einfacher Trick besteht darin, das Futter leicht zu erwärmen. Dadurch entfalten sich die natürlichen Aromen besser und regen den Appetit häufig deutlich an.

Antioxidantien unterstützen den alternden Organismus

Im normalen Stoffwechsel entstehen ständig freie Radikale und Stoffwechselprodukte, die der Körper mithilfe von Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, hochwertigen Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen neutralisiert.

Mit zunehmendem Alter oder bei chronischen Erkrankungen kann dieses Gleichgewicht aus dem Lot geraten. Dann steigt der Bedarf an antioxidativen Nährstoffen.

Auch wenn Hunde Vitamin C grundsätzlich selbst bilden können, kann eine gezielte Ergänzung im Seniorenalter in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Natürliche Quellen wie Hagebutten liefern neben Vitamin C weitere wertvolle Pflanzenstoffe.

Tierheilpraktiker, Phyto- oder Mykotherapeuten kennen Vitalpilze oder Pflanzen, die sich bei älteren Hunden schon oft bewährt haben.

Ob eine Ergänzung notwendig ist, sollte jedoch immer individuell beurteilt werden.

Hunde Senioren richtig ernähren

Eine individuelle Futterplanung lohnt sich

Gerade bei älteren Hunden gibt es keine Standardlösung. Alter, Aktivität, Körpergewicht und mögliche Erkrankungen bestimmen den tatsächlichen Nährstoffbedarf. Eine individuelle Rationsberechnung durch eine qualifizierte Hundeernährungsberaterin kann helfen,
  • Nährstoffmängel zu vermeiden
  • bestehende Erkrankungen ernährungsphysiologisch zu unterstützen
  • Über- oder Untergewicht vorzubeugen und
  • die Lebensqualität des Hundes langfristig zu verbessern.

Aus meiner Erfahrung als Tierernährungsberaterin und Tierheilpraktikerin zeigt sich immer wieder, dass eine bedarfsgerecht zusammengestellte Ernährung einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, ältere Hunde möglichst lange fit und aktiv zu halten.

Hundeernährung professionell erlernen

Wenn dich die Ernährung von Hunden näher interessiert oder du selbst Hundeernährungsberater werden möchtest, kannst du dieses Fachwissen auch fundiert erlernen.

In meiner Online-Akademie findest du ein kostenloses Informationsvideo, das dir einen Einblick in die Ausbildung Hundeernährungsberater gibt. Dort erfährst du mehr über die Unterrichtsinhalte, den Ablauf der Ausbildung und die Möglichkeiten, bequem von zu Hause aus zu lernen.

Du suchst Hilfe bei der Anpassung deiner Ration?

Auf meiner Website stellen sich eine Reihe von zertifizierten Ernährungs-ExpertInnen vor, die dir weiterhelfen können:

Vorstellung von Tierernährungsberatern

Jede hat sich individuell weitergebildet und ihr Wissen mit wichtigen Ausbildungen (Gesundheitsberater, Tierheilpraktiker, Physiotherapeut, Mykotherapeut etc.) erweitert.

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